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LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis MV und Sonderpreis verliehen

Schwerin, 19. November 2018:

Die drei Industrie- und Handelskammern Neubrandenburg, Rostock und Schwerin haben heute gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium M-V den diesjährigen LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis verliehen. Er geht an das junge Unternehmen GWA Hygiene GmbH aus Stralsund. Zugleich wurde ein Sonderpreis Digitalisierung vergeben. Dieser wurde gestiftet von der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern GmbH. Er ging an Philipp Engel von der Hochschule Neubrandenburg.

Dem GWA-Gründungsgesellschafter Maik Gronau wurde der mit 10.000 Euro dotierte Preis durch den IHK-Vizepräsidenten Matthias Belke und Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit MV überreicht. Der Sonderpreis Digitalisierung, mit 2.000 EUR dotiert, wurde durch den Geschäftsführer der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Thomas Drews, übergeben.
Elf Bewerbungen aus Mecklenburg-Vorpommern gingen für den LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2018 ein. Der Preis wird vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den drei Industrie- und Handelskammern des Landes vergeben.

Nach einer aktuellen Studie sterben jährlich über 30.000 Menschen in Kliniken aufgrund einer Keiminfektion. Mit der Entwicklung und Markteinführung des digitalen Assistenten für die Krankenhaushygiene der GWH kann ein wichtiger Beitrag geschaffen werden, die Hygienestandards in den Kliniken zu verbessern. „Die Ausgründung aus der Hochschule Stralsund und die Vernetzung von Sensortechnik, DV-basierter Erfassung und in den Klinken und auch Pflegeheimen üblichen Handdesinfektionsspendern überzeugten die Jury“ so Vizepräsident Belke. „Nachlässigkeiten in der laufenden Hygiene sind ein Hauptgrund für zahlreiche Infektionserkrankungen in Kliniken und sozialen Einrichtungen. Eine datenbankgestützte Erfassung der tatsächlichen Nutzung der Hygienespender ist ein sehr wichtiger Schritt, die hohe Sterblichkeitsrate zu reduzieren“, so Belke weiter.

„Beide Preisträger haben in herausragender Weise ihre innovativen Ideen mutig in praxisrelevante Lösungen umgesetzt. Unser Land braucht noch mehr solche Entwicklungen, die im Ergebnis zu mehr wettbewerbsfähigen Produkten führen. Immer dann, wenn Ergebnisse der Arbeit erfolgreich umgesetzt werden, entstehen Wachstum und neue Märkte. Das sichert qualifizierte Arbeitsplätze im Land, neue Jobs werden geschaffen“, sagte der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Dr. Stefan Rudolph.

„Neben dem Ludwig-Bölkow-Technologiepreisträger hat auch der von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern gestiftete Sonderpreis den hohen Stellenwert der Digitalisierung gezeigt. Der zunehmende Einsatz von IT-Lösungen im Entwicklungs- und Produktionsprozess führt zu erheblichen Steigerungen der Produktivität.  Auch unter den weiteren Bewerbern fanden sich Unternehmen, die Industrie 4.0 bereits leben und weiterentwickeln. Die hohe Produktivität und internationale Handelbarkeit industrieller Produkte wird mit Innovationen und neuen Technologien noch mehr zu einem wachsenden Wohlstand hier in der Region beitragen. Hier setzt auch unsere IHK-Industrie-Image-Kampagne an: Die industrielle Leistungsfähigkeit der Unternehmen im Land muss deutlich stärker in die öffentliche Wahrnehmung gebracht werden“, erklärt IHK Vizepräsident Matthias Belke abschließend.

Der LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis wurde vergeben für "Digitaler Assistent für die Krankenhaushygiene "NosoEx". Das Hygienemonitoringsystem "NosoEx" schafft Transparenz beim Desinfektionsverhalten und einen Anreiz zur verbesserten Händehygiene. "NosoEx" besteht aus einer webbasierten Software und Hardware-Komponenten, die sich nahtlos in die Krankenhaus-Infrastruktur integrieren lassen. Die vorhandenen Desinfektionsmittelspender werden dafür um eine Sensorik ergänzt und die Mitarbeiter erhalten einen Berufsgruppen-Transponder. Folglich wird das Desinfektionsverhalten je Spender, Station und Berufsgruppe erfasst. Aus diesen Daten können Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, um letztlich Krankenhausinfektionen zu reduzieren.

Der Sonderpreis Digitalisierung erhielt das „Open Automatic Deformation Monitoring System (OpenADMS)“.
Das Monitoring-System OpenADMS ist eine Software-Plattform für die messtechnische Überwachung von Ingenieurbauwerken (Brücken, Tunnel, Dämme, etc.) und sonstigen Gebäuden, aber auch von Rutschhängen, Steilküsten und Geländeoberflächen. Dabei werden mögliche Deformationen überwachter Objekte mit Hilfe von Sensoren zeitkontinuierlich und automatisiert erfasst. OpenADMS speichert, analysiert und verteilt erfasste Messwerte innerhalb drahtloser Sensornetzwerke und kann bei der Überschreitung von Grenzwerten automatisch einen optisch-akustischen Alarm auslösen oder Warnmeldungen per SMS, E-Mail oder Kurzmitteilungsdienst verschicken. Das System ist zu allen modernen Betriebssystemen und Computer-Plattformen kompatibel. Die Fernwartung erfolgt über eine webbasierte Benutzeroberfläche.

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